Schöne neue Welt :-(

Im Juli war in Bruchsal im Kreis Karlsruhe eine Grundschullehrerin positiv getestet worden, 46 Kinder mussten in häusliche Quarantäne. Den Eltern der Viertklässler schrieb die Stadt, im Haushalt sei „nach Möglichkeit“ eine „zeitliche und räumliche Trennung von anderen Haushaltsmitgliedern“ einzuhalten. Sei ein Kontakt dennoch „unumgänglich“, solle „ein Mund-Nasen-Schutz (Mindeststandard FFP1) enganliegend“ getragen werden. Kuscheln und Gute-Nacht-Geschichte nur mit Gesichtsmasken? Für den Fall der Zuwiderhandlung wurde mit Geldbuße und Freiheitsstrafe gedroht. Dann sei auch „eine abgeschlossene Absonderung aufgrund des Bevölkerungsschutzes in einer geeigneten geschlossenen Einrichtung erforderlich“.

Ähnliche Schreiben verschickte der Landkreis Offenbach, nachdem eine Kita in Dreieich geschlossen worden war, weil sich ein Vater und eines seiner Kinder infiziert hatten. Der Kreis sprach kurioserweise die Kinder an und wechselte mehrmals zwischen „Du“ und „Sie“, teils sogar in einem Satz. „In der Zeit Ihrer Isolierung darfst Du die Wohnung nicht verlassen“, stand dort. Unter „Allgemeine Informationen für die Erziehungsberechtigten – bitte beachten“ war zu lesen: „Ihr Kind muss im Haushalt Kontakte zu anderen Haushaltsmitgliedern vermeiden, indem Sie für zeitliche und räumliche Trennung sorgen (keine gemeinsamen Mahlzeiten, Ihr Kind sollte sich möglichst alleine in einem Raum getrennt von den anderen Haushaltsmitgliedern aufhalten).“

„Eine Form psychischer Gewalt“

Kita-Kinder allein ins Kinderzimmer stecken und Essen nur durch einen Türspalt hereinschieben? „Vor der Corona-Krise hätte man das zu Recht als seelische Grausamkeit und akute Kindeswohlgefährdung gesehen“, sagt Diane Siegloch, Mitgründerin der Initiative „Familien in der Krise“. „Nun wird so eine Aufforderung als Serienbrief an Eltern verschickt. Wir sprechen hier von Kindern, die erst drei, vier oder fünf Jahre alt sind.“

Quelle: FAZ

Ohne Kommentar. Wir sind mal gespannt wofür diese sogenannte „Pandemie“ noch alles herhalten muss.

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Was ist nur aus unserem schönen Deutschland geworden!

Aus uns wurden Verschwörungstheoretiker 😉

13 in Worten dreizehn Mal wurde das SARS-COV2 Virus in tausenden Proben der Sentinel Praxen vom RKI gefunden (Quelle: Influenza Wochenberichte) . Das letzte Mal Anfang April. Der Erfolg der deutschen Politik besteht nur darin, dieses nicht zu publizieren. Warum fragt nicht ein Journalist der „Qualitätsmedien“ die Herren Wieler und Drosten, wie aus 13 Vorkommen, tausende Infizierte entstanden sein sollen? Die Inkubationszeit beträgt max. 3 Wochen. Was haben diese „Experten“ denn in den letzten Wochen als „infiziert“ kommuniziert? Wie viele der angeblich über 200.000 Infizierten hatte denn überhaupt Symptome und wie viele mussten deshalb stationär behandelt werden? Keine dieser Fragen wurde gestellt, da alle mit dem Hype um die Pandemie hervorragend leben können. Armes Deutschland, was tust Du deinen Kindern an? Denn die werden die Zeche zahlen müssen.

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Langsam wird´s eng…

Gott sei Dank fanden in den vergangenen Wochen mit Hilfe von Freunden, Bekannten und Fratzenbook unsere Welpen ein neues zu Hause.

Alle?!?

Ääähhh, nö!

Wie inzwischen fast obligatorisch hat sich Katja mal wieder in eine Hündin verguckt und so wohnt jetzt Hund Nummer 6 auf der Quinta Salitoka. Nike, wie wir die Kleine getauft haben, wird mal ein richtiger Brocken, wir vermuten aufgrund ihrer viiiieeelen Falten und übrigen Haut im Gesicht und Hals, dass sie sehr viel Fila Brasileiro Blut hat.

Eine bildhübsche Maus, sowas schmeißen die Idioten hier auf die Straße…

Die übrigen drei der Rasselbande fanden ein neues zu Hause bei Deutschen hier aus der Umgebung und nun ist bei uns wieder halbwegs Ruhe eingekehrt. Dieser Wurf war kein Vergleich zu denen, die wir voriges Jahr großgezogen hatten, sie waren früher sauber, gelehriger und insgesamt einfach menschenbezogener.

Einmal Hundler, immer Hundler 🙂

Auch unsere Großen sind froh, wieder ihren gewohnten Tagesablauf zu haben, obwohl sie es sichtlich genossen, die „Großen“ zu sein. Ganz einschlafen werden sie uns nun nicht, denn klein Nike hält sie doch ganz schön auf Trab.

Allgemeines Sonnenbaden
Black and White

Auch wenn es Spaß gemacht hat, die Würmchen groß zu ziehen, hoffen wir doch, dass sich in Zukunft hier langsam die Erkenntnis durchsetzt, dass man Hunde nicht auf die Straße wirft. Nach unserem subjektiven Empfinden ist es die letzten Jahre schon etwas besser geworden und wir hoffen, dass es so weiter geht…

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Es ist zum K….

Neulich war Thomas wieder im Cafe bei Ana, als sie ihm erzählte, dass vor einer halben Stunde ein Auto auf der anderen Straßenseite angehalten hätte und einige Welpen zum Krepieren aussetzte. Es ist mit das Schlimmste hier in Paraguay, diese absolute Verantwortungslosigkeit, sei es den eigenen Kindern, sich selbst oder den Tieren gegenüber. Natürlich konnte sich Thomas das Elend nicht mit ansehen, nahm vier Welpen, fuhr sofort mit ihnen zum Tierarzt zwecks Wurmkur usw. und nun sitzen die Vier bei uns im Innenhof und wachsen und gedeihen. Für zwei der Knirpse haben wir schon ein neues zu Hause und für die beiden anderen suchen wir noch neue Besitzer.

Die Vier sind sehr aufgeweckte Kerlchen und nach Aussehen und vor allem Art, dürften es Pitbull-Mischlinge sein, also kein Vergleich mit Emma und Tyson, die wir letztes Jahr auf der Straße gefunden hatten. Obwohl die beiden selbst erst ein Jahr sind, machen sie es Klasse mit den Kleinen, sind Vater und Mutter Ersatz und lassen sich verbeißen 🙂

Am Anfang machte uns vor allem die kleine schwarz-weiße Peggy Sorgen, da sie anscheinend ins Feuer gefallen war, sich sämtliche Pfoten samt Schnurrhaaren elendig verbrannt hatte und total entzündete Füße hatte. Nach mehreren Wurmkuren, 10 Tagen Antibiotika sind sie jetzt aber alle fit und halten uns und unsere anderen Vierbeiner ganz schön auf Trab.

Peggy, Gott sei Dank schon vergeben, auf dem Bild sieht man noch ihre entzündeten Pfoten
Der kleine Ben wird bei Bekannten, die schon 3 Hündinnen haben, der Hahn im Korb
Dieser freche Kerl sucht noch sein zu Hause, bei uns heißt er „Luison“
Auch die dicke Berta sucht noch eine Familie, dicke Berta deshalb, weil sie fast dreimal soviel wie Peggy wiegt 😉

Nun hoffen wir mal das Beste und Gott sei Dank war Thomas bei seiner Suche nach den Vieren im hohen Gras nicht allzu gründlich, denn wie wir später erfuhren, hat eine andere Europäerin nochmal gründlicher gesucht und noch zwei weitere Welpen gefunden. Inzwischen haben wir sie 14 Tage und sie sind jetzt schätzungsweise 5 Wochen alt. Das heißt, falls jemand Interesse an einem der Beiden hat, oder jemanden im Bekanntenkreis weiß, der noch einen tollen, gut geprägten Hund sucht, kann er sich gerne bei uns unter 0984-159164 melden.

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„Krisenhilfe Ytu“

Auch bei uns hier in Paraguay sind entgegen jeglicher rationaler Fakten die Leute genauso hysterisch wie in Deutschland. Nun hat Deutschland bisher noch die Möglichkeit, über Kurzarbeitergeld oder sonstiger finanzieller Hilfen die dort Lebenden zu unterstützen. Hier sind die Einschränkungen (wegen dieser komischen Grippe 🙂 ) zwar genauso stark, allerdings gibt es vom Staat nur unter ganz strikten Auflagen einmalig 500.000 Gs. (ca. 70€). Als deshalb Vanessa vor kurzem eine Whatsapp Gruppe „Krisenhilfe Ytu“ gründete, machten wir natürlich mit. In dieser Gruppe konnten Europäer etwas spenden, unser kleiner Supermercado im Ytu richtete Tüten mit Salz, Zucker, Milch, Reis, Bohnen, usw., allerdings KEIN Klopapier :-). Mit der gespendeten Summe konnten wir über 200 dieser Hilfspakete bestellen. Seit drei Tagen fuhren Jasmin und Esperanza, zwei Schwestern, nun mit ihren Motos sämtliche Wege ab und notierten sich die Namen und Cedulanummern (Ausweis) der Hilfsbedürftigen. Mit Motos deshalb, weil es bei uns im Ytu noch Leute gibt, die abseits jeglicher Straßen ohne Strom und fließendem Wasser leben.

Heute morgen war es dann soweit; wir trafen uns mit 3 Autos, die allesamt bis unters Dach mit den Tüten vollgepackt wurden.

Vanessa beim Beladen unserer Camioneta.

Auch unsere Ytu eigene Policia war mit von der Partie, allerdings benutzten sie ihr Auto nicht als Lastesel, sondern führten unseren kleinen Konvoi als Vertretung der Staatsmacht an ;-).

Ganz rechts unser Comisario Froilan, der es sich nicht nehmen ließ, persönlich zu kommen.

Entgegen unserer Befürchtungen war das Ganze von den drei Paraguayerinnen Raquel, Jasmin und Esperanza super organisiert, jeder Bedürftige hatte eine persönliche ID-Nummer bekommen 🙂 und sie standen schön anständig in der Schlange, gaben ihre Nummer an und holten ihre Pakete ab.

Da wir die Ausgabestellen alle auf den Hauptweg gelegt hatten, mussten einige Leute etliche Kilometer zu Fuß aus den Seitenwegen kommen. Raquel sorgte dafür, dass der obligatorische Abstand von 2 Metern eingehalten wurde, und so ging die ganze Aktion in für paraguayische Verhältnisse unglaublichen 2 Stunden über die Bühne.

Als wir am Ende ankamen, waren, oh Wunder, alle Pakete verteilt und da wir einigen Alten, die nicht auf der Liste standen, trotzdem etwas gaben, fehlten uns 7 Tüten, die jedoch nachgeliefert werden. So funktioniert Paraguay halt, da der Staat nicht sehr präsent ist, was sehr sehr viel Gutes hat, wird Nachbarschaftshilfe noch groß geschrieben und gelebt. Nichtsdestotrotz hoffen wir inniglichst, dass dieses unnötige, sinnlose Gehabe demnächst ein Ende hat, denn sollten die Leute über kurz oder lang nicht arbeiten und Geld verdienen dürfen, werden sie auf die Barrikaden gehen.

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