Langsam wird´s eng…

Gott sei Dank fanden in den vergangenen Wochen mit Hilfe von Freunden, Bekannten und Fratzenbook unsere Welpen ein neues zu Hause.

Alle?!?

Ääähhh, nö!

Wie inzwischen fast obligatorisch hat sich Katja mal wieder in eine Hündin verguckt und so wohnt jetzt Hund Nummer 6 auf der Quinta Salitoka. Nike, wie wir die Kleine getauft haben, wird mal ein richtiger Brocken, wir vermuten aufgrund ihrer viiiieeelen Falten und übrigen Haut im Gesicht und Hals, dass sie sehr viel Fila Brasileiro Blut hat.

Eine bildhübsche Maus, sowas schmeißen die Idioten hier auf die Straße…

Die übrigen drei der Rasselbande fanden ein neues zu Hause bei Deutschen hier aus der Umgebung und nun ist bei uns wieder halbwegs Ruhe eingekehrt. Dieser Wurf war kein Vergleich zu denen, die wir voriges Jahr großgezogen hatten, sie waren früher sauber, gelehriger und insgesamt einfach menschenbezogener.

Einmal Hundler, immer Hundler 🙂

Auch unsere Großen sind froh, wieder ihren gewohnten Tagesablauf zu haben, obwohl sie es sichtlich genossen, die „Großen“ zu sein. Ganz einschlafen werden sie uns nun nicht, denn klein Nike hält sie doch ganz schön auf Trab.

Allgemeines Sonnenbaden
Black and White

Auch wenn es Spaß gemacht hat, die Würmchen groß zu ziehen, hoffen wir doch, dass sich in Zukunft hier langsam die Erkenntnis durchsetzt, dass man Hunde nicht auf die Straße wirft. Nach unserem subjektiven Empfinden ist es die letzten Jahre schon etwas besser geworden und wir hoffen, dass es so weiter geht…

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Es ist zum K….

Neulich war Thomas wieder im Cafe bei Ana, als sie ihm erzählte, dass vor einer halben Stunde ein Auto auf der anderen Straßenseite angehalten hätte und einige Welpen zum Krepieren aussetzte. Es ist mit das Schlimmste hier in Paraguay, diese absolute Verantwortungslosigkeit, sei es den eigenen Kindern, sich selbst oder den Tieren gegenüber. Natürlich konnte sich Thomas das Elend nicht mit ansehen, nahm vier Welpen, fuhr sofort mit ihnen zum Tierarzt zwecks Wurmkur usw. und nun sitzen die Vier bei uns im Innenhof und wachsen und gedeihen. Für zwei der Knirpse haben wir schon ein neues zu Hause und für die beiden anderen suchen wir noch neue Besitzer.

Die Vier sind sehr aufgeweckte Kerlchen und nach Aussehen und vor allem Art, dürften es Pitbull-Mischlinge sein, also kein Vergleich mit Emma und Tyson, die wir letztes Jahr auf der Straße gefunden hatten. Obwohl die beiden selbst erst ein Jahr sind, machen sie es Klasse mit den Kleinen, sind Vater und Mutter Ersatz und lassen sich verbeißen 🙂

Am Anfang machte uns vor allem die kleine schwarz-weiße Peggy Sorgen, da sie anscheinend ins Feuer gefallen war, sich sämtliche Pfoten samt Schnurrhaaren elendig verbrannt hatte und total entzündete Füße hatte. Nach mehreren Wurmkuren, 10 Tagen Antibiotika sind sie jetzt aber alle fit und halten uns und unsere anderen Vierbeiner ganz schön auf Trab.

Peggy, Gott sei Dank schon vergeben, auf dem Bild sieht man noch ihre entzündeten Pfoten
Der kleine Ben wird bei Bekannten, die schon 3 Hündinnen haben, der Hahn im Korb
Dieser freche Kerl sucht noch sein zu Hause, bei uns heißt er „Luison“
Auch die dicke Berta sucht noch eine Familie, dicke Berta deshalb, weil sie fast dreimal soviel wie Peggy wiegt 😉

Nun hoffen wir mal das Beste und Gott sei Dank war Thomas bei seiner Suche nach den Vieren im hohen Gras nicht allzu gründlich, denn wie wir später erfuhren, hat eine andere Europäerin nochmal gründlicher gesucht und noch zwei weitere Welpen gefunden. Inzwischen haben wir sie 14 Tage und sie sind jetzt schätzungsweise 5 Wochen alt. Das heißt, falls jemand Interesse an einem der Beiden hat, oder jemanden im Bekanntenkreis weiß, der noch einen tollen, gut geprägten Hund sucht, kann er sich gerne bei uns unter 0984-159164 melden.

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„Krisenhilfe Ytu“

Auch bei uns hier in Paraguay sind entgegen jeglicher rationaler Fakten die Leute genauso hysterisch wie in Deutschland. Nun hat Deutschland bisher noch die Möglichkeit, über Kurzarbeitergeld oder sonstiger finanzieller Hilfen die dort Lebenden zu unterstützen. Hier sind die Einschränkungen (wegen dieser komischen Grippe 🙂 ) zwar genauso stark, allerdings gibt es vom Staat nur unter ganz strikten Auflagen einmalig 500.000 Gs. (ca. 70€). Als deshalb Vanessa vor kurzem eine Whatsapp Gruppe „Krisenhilfe Ytu“ gründete, machten wir natürlich mit. In dieser Gruppe konnten Europäer etwas spenden, unser kleiner Supermercado im Ytu richtete Tüten mit Salz, Zucker, Milch, Reis, Bohnen, usw., allerdings KEIN Klopapier :-). Mit der gespendeten Summe konnten wir über 200 dieser Hilfspakete bestellen. Seit drei Tagen fuhren Jasmin und Esperanza, zwei Schwestern, nun mit ihren Motos sämtliche Wege ab und notierten sich die Namen und Cedulanummern (Ausweis) der Hilfsbedürftigen. Mit Motos deshalb, weil es bei uns im Ytu noch Leute gibt, die abseits jeglicher Straßen ohne Strom und fließendem Wasser leben.

Heute morgen war es dann soweit; wir trafen uns mit 3 Autos, die allesamt bis unters Dach mit den Tüten vollgepackt wurden.

Vanessa beim Beladen unserer Camioneta.

Auch unsere Ytu eigene Policia war mit von der Partie, allerdings benutzten sie ihr Auto nicht als Lastesel, sondern führten unseren kleinen Konvoi als Vertretung der Staatsmacht an ;-).

Ganz rechts unser Comisario Froilan, der es sich nicht nehmen ließ, persönlich zu kommen.

Entgegen unserer Befürchtungen war das Ganze von den drei Paraguayerinnen Raquel, Jasmin und Esperanza super organisiert, jeder Bedürftige hatte eine persönliche ID-Nummer bekommen 🙂 und sie standen schön anständig in der Schlange, gaben ihre Nummer an und holten ihre Pakete ab.

Da wir die Ausgabestellen alle auf den Hauptweg gelegt hatten, mussten einige Leute etliche Kilometer zu Fuß aus den Seitenwegen kommen. Raquel sorgte dafür, dass der obligatorische Abstand von 2 Metern eingehalten wurde, und so ging die ganze Aktion in für paraguayische Verhältnisse unglaublichen 2 Stunden über die Bühne.

Als wir am Ende ankamen, waren, oh Wunder, alle Pakete verteilt und da wir einigen Alten, die nicht auf der Liste standen, trotzdem etwas gaben, fehlten uns 7 Tüten, die jedoch nachgeliefert werden. So funktioniert Paraguay halt, da der Staat nicht sehr präsent ist, was sehr sehr viel Gutes hat, wird Nachbarschaftshilfe noch groß geschrieben und gelebt. Nichtsdestotrotz hoffen wir inniglichst, dass dieses unnötige, sinnlose Gehabe demnächst ein Ende hat, denn sollten die Leute über kurz oder lang nicht arbeiten und Geld verdienen dürfen, werden sie auf die Barrikaden gehen.

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Immer noch Corona

Wie viele, die nach Paraguay ausgewandert sind, neigen auch wir zu Verschwörungstheorien 😉 Wer so viel Zeit hat, um im Netz zu surfen, findet unweigerlich auch nicht „Mainstream“ konforme Meinungen und Artikel. zb.

Hier ein kurzes, sehenswertes Video

Wissenschaftler zum Coronavirus

Auch deshalb lässt uns die Hysterie in Deutschland und immer mehr auch in Paraguay ziemlich kalt. Wir warten bis Ende des Jahres und schauen dann mal, wie sich das Ganze letztendlich entwickelt hat. Hier in Paraguay gibt es auch Restriktionen, was auch ganz klar und wichtig ist bei ganzen 37!! postiv getesteten Personen. Allein dieses Jahr sind in Paraguay bereits über 50 Menschen an Dengue-Fieber gestorben, aber das ist momentan anscheinend nicht so wichtig. Auch hier muss man sich vor dem Supermarkt anstellen…

… dann beim Eintreten Hände waschen und danach werden selbige auch noch desinfiziert…

… ansonsten läuft alles wie normal, nur als Katja ihr Handy zückte, um zu fotografieren, gab es einen kurzfristigen Stillstand an der Kasse 🙂

Im Großen und Ganzen hat sich also für uns nicht allzuviel verändert, wir hoffen auch weiterhin von auf der Straße zusammengebrochenen Coronaopfern verschont zu bleiben 😉

Wer wie wir Nato-Doppelbeschluss, Waldsterben, Ozonloch, Schweine- und Vogelgrippe überlebt hat, hat auch gute Chancen Klimaerwärmung und Coronavirus zu überleben 🙂

In diesem Sinne: Immer gaaaanz tranquilo!!!!

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Corona überall :-(

Auch bei uns in Paraguay gibt es seit heute eine nächtliche Ausgangssperre. Schulen und Geschäfte sind geschlossen usw.

Ich habe im Internet ein Video gefunden , was sehr interessant ist. Nur mal so zum Nachdenken.

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