Kurioses aus Py

SAN LORENZO

Zwei Motochorros, die es auf eine Frau abgesehen hatten, wurden am Mittwochabend von einem Mann überrascht,

der nicht zögerte, auf die Verbrecher zu schießen. Einer der Motochorros erlitt dadurch einen Durchschuss durch beide Füße. Zweiter Täter auf der Flucht.

Ein Mann der sich zum Tatzeitpunkt in seinem Auto auf der „avenida Avelino Martínez“ aufhielt, bemerkte die Anwesenheit von zwei Kriminellen, die auf einem Motorrad unterwegs waren und offensichtlich gerade im Begriff waren, eine Frau zu überfallen und auszurauben.

Ohne auch nur zu Zaudern, stieg er aus seinem Fahrzeug und feuerte auf einen der Verbrecher, wodurch dieser an beiden Füßen verwundet wurde. Dadurch gelang es der Polizei den verwundeten Täter, der als der 21-jährige Ángel David Meza Torres identifiziert wurde festzunehmen, nachdem das Überfallopfer, Elena Osorio, die Beamten informiert hatte. Der zweite Täter, konnte jedoch entkommen.

Laut Angaben der Nationalpolizei, gibt es auch keinerlei Informationen über den Schützen, der auf die Motochorros geschossen hatte. Gleichzeitig wurde von Seiten der Polizei auch Kritik am Vorgehen des unbekannten Mannes laut, da er zwar die Frau vor dem Überfall gerettet hatte, aber immerhin mit einer Feuerwaffe geschossen hatte, was im Falle von Nervosität, auch hätte schiefgehen können.

 

Auf dieser Seite wollen wir euch kurioses, alltägliches und Texte zum Schmunzeln näherbringen. Diese stellen wir hier, ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt, entnommen aus der hiesigen Presse, ein. Viel Spaß beim Einblick in das Leben in Paraguay 😉

Ein Baum zeigt eisernen Widerstand

Asunción: Die Hoffnung stirbt zuletzt, wenn es um den Erhalt der Natur in Paraguay geht. Sogar ein Fußballverein zeigt Respekt. Er baute die Tribüne zwar aus, ohne aber die Kettensäge bei einem Baum anzusetzen. Dies fand Anerkennung bei Politikern.

Lapacho Bäume gehören zu den seltenen Exemplaren in Paraguay. Sie stehen unter Naturschutz, der aber immer noch nicht konsequent eingehalten wird. Ein Fußballverein vom Resistencia Sport Club Chacarita baute nun die neue Tribüne um den Baum herum.

Schon vor einigen Jahren pflanzten Vereinsmitglieder mehrere Arten von Nutzbäumen rund um das Spielfeld. Sie sollten einmal als Schattenspender dienen. So war dies auch bei dem nun besagten Lapacho der Fall. Als ein Ausbau des Stadions anstand, sprach sich die Mehrheit der Mitglieder für den Erhalt aus.

Nachdem dieses Vorhaben für ein breites Echo bei verschiedenen Verbänden sorgte, wurde sogar die Politik auf den Lapacho aufmerksam. Der Stadtrat José Alvarenga startete eine Eingabe bei der Gemeindeverwaltung von Asunción. Er will erreichen, dass der Fußballclub zu den “Freunden der Natur“ erklärt wird, weil sie einen Baum bewahren, “der Schatten und Sauerstoff spendet sowie viel Farbe im Frühjahr zur Verfügung stellt“.

Roberto Garcete, Präsident vom Fußballverein, ist natürlich stolz über das medienwirksame Interesse. Er betonte, alle Bäume auf dem Gelände erhalten zu wollen, auch wenn noch weitere Bauprojekte bei den Tribünen anstehen würden.

Quelle: ABC Color

16 Fahrstuhlführer

Asunciòn: Der Leiter der Personalabteilung des Senats, Juan Arturo Lombardo, verteidigt die Arbeit der Mitarbeiter und deren Gehälter. Ein mutiger Schritt, nach den Veröffentlichungen der Medien in den letzten Tagen.

Hierbei wurden Arbeitsstellen –  wie der Direktor der Fotokopien, der Kellner, oder das Leitungsbüro der Fahrstuhlführer –  von der Presse hinterfragt. Auffällig ist hierbei, dass das Kongressgebäude für  zwei Fahrstühle 16 Fahrstuhlführer angestellt hat.

Der Personalleiter äußert sich dazu, „das diese Angestellten nicht nur für den Bereich „Fahrstuhl“ zuständig sind,sondern auch zu anderen Arbeiten herangezogen werden“. Diese Angestellten befinden sich auf den Planstellen „Servicehelfer“ , mit einer Besoldung von fast 3.000.000 Gs.

Der Chef der Fahrstuhlführer, Antolin Dure, erhält ein Monatseinkommen von 4. 946. 500 Guaranies, zuzüglich der vier weiteren Monatsgehälter, Weihnachtsgeld und andere Vergünstigungen.

Auf die Frage, warum nur 8 Fahrstuhlführer mit ihm arbeiten, wo doch 16 auf der Liste stehen, antwortete er, „Wir wechseln uns ab“.

Die „Fahrstuhlführer“ arbeiten auch abwechselnd in der Bibliothek und anderen Bereichen des Kongressgebäudes, so der Personalleiter und weiter :“ Sie werden benötigt, um die Fahrstühle zu kontrollieren, die sonst durch die Leute beschädigt oder beschmiert würden“. Dieses Personal wird auch für die Wartung der Wasserinstallationen und der Stromversorgung eingesetzt.

Diese Gehälter sind alle im Haushaltsplan der Nation eingeplant, sagt Lombardo. Er wisse nicht, wie das andere Institutionen handhaben, doch im Senat wird auch außerhalb der „normalen“ Zeit gearbeitet. Auch werde kein „extra Geld“ für Feiertage bezahlt.

Im Bezug auf den Direktor der Fotokopien, der monatlich 14.652.000 Gs verdient, sagt Lombarda. „Ihn habe ich selbst ausgesucht, er hat als Hilfskraft angefangen und ist jetzt Direktor der Fotokopien“.

Ebenfalls gibt es einen Direktor des Drucks, diese Stelle wird von Carlos Arruna besetzt und mit über 12.000.000 Gs besoldet, plus Zuschläge.

Die Arbeitszeiten der Angestellten sind von 07.00 Uhr bis 13.00 Uhr.

(Wochenblatt/UltimaHora)Nachdem ein Stadtratsmitglied und ein bekannter Anwalt wegen Graffiti sprühen an der Hauswand der Staatsanwaltschaft verhaftet wurden, führte man sie dem Richter vor. Dann passierte etwas Unerwartetes.

Der Anwalt Paraguayo Cubas wurde wieder einmal Hauptdarsteller eines Aktes von fehlendem Respekt. Als er im Gerichtsgebäude von Ciudad del Este dem Richter Amílcar Marecos vorgeführt wurde, schlug er ihn mit seinem Hosengürtel. Danach ließ er die Hose herunter und leerte seinen Darm im Gerichtssaal aus.

Zusammen mit dem Stadtratsmitglied von Ciudad del Este, Celso Miranda, und Jorge Britez sollte er sich heute zur Erteilung der Strafmaßnahmen einfinden, nachdem er kürzlich mit seinen Kollegen die Hauswand der Staatsanwaltschaft der selben Stadt mit Graffitis verzierte.

Nachdem Britez aussagte, stand Cubas auf und ging zu besagtem Richter. Er löste seinen Gürtel und griff den Richter an. Laut Zeugenaussagen war sein nächster Schritt, die Hose herunter zu lassen, um danach im Gerichtssaal sein Geschäft zu verrichten.

Richter Amílcar Marecos ordnete daraufhin die Rückführung von Cubas und Britez in die Haftanstalt an, während Miranda noch im Gericht verweilen soll.

Grund für die Garffiti Aktion sollen Aussagen von zwei in Ciudad del Este beheimateten Staatsanwälten sein, wonach Miranda und Cubas Diebe bzw. Banditen seien.

Quelle: Última Hora

   busrennen unfall ASUNCIÒN

Dass einige der hiesigen Busfahrer wenig, bis gar kein Verantwortungsbewusstsein haben

gegenüber ihren, ihnen anvertrauten Passagieren, anderen Verkehrsteilnehmern und jedem anderen, der sich nur zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort aufhält, lässt sich immer wieder anhand von zahlreichen Unfällen, nach einem völlig idiotischen „Rennen“ meist gegen Busse konkurrierender Buslinien, feststellen.

Wieder einmal hat gestern einer dieser vorpubertären „möchtegern-Schumachers“ seine Fahrkunst maßlos überschätzt und die Kontrolle über seinen Bus verloren und raste gegen die Wand eines Hauses. Das Resultat dieser Heldentat ergab, von dem beschädigten Haus einmal abgesehen, 12 verletzte Passagiere, darunter auch zwei Kinder im Alter von 5 und 13 Jahren.

Laut Polizei und Aussagen der Fahrgäste, lieferte sich der Busfahrer ein Rennen gegen den Bus eines anderen Unternehmens und beschleunigte sein Gefährt auf eine hohe Geschwindigkeit. Ab einem bestimmten Zeitpunkt – wie sollte es auch anders sein – verlor der Fahrer die Kontrolle und steuerte unfreiwillig in eine Einbahnstraße, in der er nach etwa 20 Metern Fahrt in die falsche Richtung gegen die Mauern des Hauses prallte.

Die Verletzungen unterschiedlicher Schwere der Passagiere, wie Schnittwunden, Prellungen und Knochenbrüche, einschließlich die des Fahrers, mussten allesamt im Unfallkrankenhaus behandelt werden. Vor allem die nicht splitterfreien Fensterscheiben des Busses, verursachten zahlreiche Schnittwunden.

Nachdem der Gesetzgeber, keinerlei Anstalten unternimmt solche Wahnsinnigen aus dem Verkehr zu ziehen, indem beispielsweise nach solchen Vorfällen lebenslanger Führerscheinentzug droht und somit auch die berufliche Grundlage der Fahrer in Gefahr gerät, sowie gleichzeitig die verantwortlichen Busunternehmen empfindliche Strafzahlungen aufgebrummt bekommen, werden die Fahrgäste wohl weiterhin mit Adrenalinschüben, Verletzungen, oder gar dem vorzeitigen Ableben während ihrer täglichen Busfahrten rechnen müssen.

(ABC Color)

 

Das haben wir heute in der Zeitung gefunden und stellen es einfach mal absolut ohne Wertung ein:

Paraguay: Adolf, wo bist Du?

Im Stadtviertel von Santísima Trinidad tauchte heute unerwartet ein Plakat mit der Aufschrift “Adolf, wo bist Du? Europa braucht Dich“. Obwohl viele Einwohner es sahen, verstanden es nur die Wenigsten.

Passanten fotografierten den Schriftzug an den Straßen Itapúa und Molas López der Hauptstadt Asuncion und stellten Bilder ins Netz. Zugleich wurden Beamte aus dem 12. Polizeirevier in Asunción verständigt.

Staatsanwalt Emilio Fuster erklärte, es wäre keine strafbare Handlung innerhalb des Rechtssystems von Paraguay. Das Transparent darf hängen bleiben, die Polizei wird nicht eingreifen. Nur die Gemeinde von Asunción kann den Schriftzug entfernen, weil solche Arten von “Botschaften“ wie ebenfalls andere Werbeplakate verboten sind.

Lagerfeuer im Klassenzimmer

Das moderne Zeitalter hat in Paraguay noch nicht in allen Bereichen stattgefunden. Insbesondere im gesamten Bildungssystem, vor allem in der Infrastruktur, herrscht immer noch ein großes Defizit. Nun griff ein Lehrer zu einer ungewöhnlichen Maßnahme um sich und seine Schüler vor der Kälte zu schützen. Er platzierte einfach ein Lagerfeuer im Klassenzimmer um so eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

Juan Carlos Chaparro Encina ist Lehrer an der Schule San Roque, im Bezirk 3 de Mayo, Departement Caazapá. Er betonte, am vergangenen Montag herrschten sehr niedrige Temperaturen. Acht Schüler aus der fünften Klasse hätten keine Jacken angehabt, einige waren sogar nur mit Sandalen im Unterricht erschienen. Die Eltern der Kinder stammen aus ärmeren Bereichen. Im Klassenzimmer fehlen Fenster und Türen, auch der Boden ist noch nicht fertiggestellt und Teile der Wände nicht verputzt. Aufgrund dessen entfachte Encina ein Feuer inmitten des Raumes und schaffte so etwas Wärme. Mittlerweile hat sich aber durch die ansteigenden Temperaturen die Situation in der Schule verbessert.

In etwa 70 Schüler werden in San Roque unterrichtet, vom Kindergarten bis zur neunten Klasse. Encina sagte, es sei eine dringende Unterstützung der lokalen Behörden notwendig, aber schon längere Zeit wären die Arbeiten an dem Gebäude nicht weiter geführt worden. Journalisten der ABC Color versuchten Gloria Estela Ferreira, von der zuständigen Schulaufsichtsbehörde, zu sprechen, sie war aber nicht erreichbar. Ebenso kam kein Kontakt zu dem Bürgermeister von der Ortschaft 3 de Mayo, Arnaldo Andres Aquino, PLRA, zustande.

Neue Busse sehen auf Paraguays Straßen alt aus

Im vergangenen Jahr haben zahlreiche Busunternehmer begonnen ihre Fahrzeugflotte aufzuwerten. Die Regierung hat pro Bus 30.000 USD dazu gezahlt und damit die Proteste der Unternehmer, unter denen sich zahlreiche Politiker befinden, zum Schweigen gebracht.

Die Fahrzeuge kommen aus China von Herstellern wie JAC, Yutong oder Zhongtong. Da asphaltierte Straßen auf Busrouten weltweit als Standard angesehen werden sind die Gefährte für diesen Einsatz optimiert.

Allerdings genügt der paraguayische Standard den chinesischen Ansprüchen an die Fahrbahnqualität kaum. Die Sandpisten, Kopfsteinwege und teilashpahltierte Straßen sorgen dafür, dass die schweren Motoren der Marke Mercedes Benz aus den Verankerungen gerissen werden. So musste die Firma Ytororó SA, Betreiber der Linie 18-2, bereits nach einem Monat im Einsatz bei sieben von zehn Bussen die Motoraufhängungen verstärken.

Ein weiteres Problem sind die vorhandenen Sensoren, die bei einem Unfall den Motor automatisch abschalten. Da die Sensoren zwischen einem Frontalzusammenstoß und einem tiefen Schlagloch nicht unterscheiden kommt es auf einer normalen Fahrt regelmäßig zu abrupten Stopps. Auch Bodenschwellen (lomo de burro) sorgen für eine ähnlich unwillkommene Form der Verkehrsberuhigung.

Den Treibstoff bezieht Ytororó von Petropar über Copetrol. Die Aufbereitung erfolgt derartig raffiniert, dass es zu Nebenwirkungen kommt. So blieb am vergangenen Dienstag ein vier Wochen altes Fahrzeug auf der Avenida Caspar Rodríguez de Francia in Höhe des Mercado 4 liegen. Im Kraftstofffilter hatten sich Schmutzpartikel festgesetzt.

Für die zehn Busse hat Ytororó einen Kredit in Höhe von einer halben Million US-Dollar aufgenommen, da jedes Fahrzeug etwa 80.000 USD kostet, von denen der Steuerzahler nur 30.000 $ beisteuert. Die Raten sind in fünf Jahren zu begleichen, so lange sollten die Busse eigentlich mindestens halten.

Quelle: Última Hora