Unsere Tiere

Unsere beiden Australian Shepherds Naomi (Rabble A Girl Like You) und ihr Sohn Benson (Wetoka´s Benson), der bei uns (noch in Deutschland) auf die Welt gekommen und aufgewachsen ist, haben mit uns die lange Reise nach Paraguay angetreten.england13 219A

Sie waren in Deutschland unsere ständigen Begleiter und Familienmitglieder, was sich auch in Paraguay nicht ändern wird. Wir haben mit ihnen regelmäßig auf dem Hundeplatz gearbeitet und beide haben in den Sparten Fährte, Unterordnung und Schutzdienst mit der höchsten Prüfungsstufe (IPO3) ihr Können bewiesen.

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Dass wir in Paraguay noch weitere Hunde zu uns holen würden, war uns schon immer klar, jedoch hätten wir nie damit gerechnet, dass es ein weiterer Aussie sein würde, denn diese Rasse gibt es hier eigentlich nicht. Jedoch hat ein deutsches Auswandererpaar ein deutsches Aussiepaar mit nach Paraguay gebracht und so zog der 6 Monate alte Sohn der beiden Australian Shepherds im Januar 2014 bei uns ein.

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Dante ist ein Goldstück. Er spielt am liebsten mit Benson und genießt es auch mit uns zu knuddeln. Er hat sich absolut problemlos in unseren Alltag eingefunden und es ist schön wieder einen „Jungspund“ in Haus und Garten zu haben 🙂

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Zwei weitere Vierbeiner, die wir seit März 2014 unser eigen nennen können, sind der ca. 18jährige Criollowallach „Guazu“ und der 7jährige Schimmelwallach „Dieken“.

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Unsere Reitlehrerin Vanessa hatte für uns auf der „Estancia Aventura“ schon eine Vorauswahl aus den zum Verkauf stehenden Pferden getroffen und wie Vanessa schon annahm, hat „Guazu“ Thomas gleich gefallen und auf einem Probeausritt hat er sich auf dem erfahrenen und gemütlichen Reitpferd auch sofort wohl gefühlt. Dieken stand eigentlich gar nicht auf Vanessa´s Liste, aber als ich an seiner Box vorbeiging streckte er mir gleich die Nase entgegen und als ich ihn kraulte, drückte er sich noch mehr an die Boxentür. Da war es um mich geschehen und ich wußte sofort: Das ist er! Vanessa´s erster Kommentar war: „Doch nicht dieser Zahnstocher!“ Und so wandelte sich sein Spitzname nach kurzer Zeit in „Spreisel“ um… Ich wollte eigentlich mal eine Stute und auf gaaar keinen Fall einen Schimmel, aber wie das Leben so spielt… Außerdem bin ich davon überzeugt, dass mit ein bisschen Muskeltraining und hochwertigerem Futter auch noch ein stattlicher Wallach aus meinem Spreisel wird ;-P

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Ein weiteres Mitglied unserer tierischen Bande, eigentlich vieeeel früher als geplant, ist der weiße Kater „Amarillo“. Er hatte mit einem weiteren unkastrierten Kater einige Auseinandersetzungen, und eine tiefe, entzündliche Wunde an der Vorderpfote veranlasste uns, ihn zum Tierarzt zu bringen, ihn auch gleich kastrieren zu lassen und nun darf er natürlich auch bei uns bleiben. Seinen Namen hat er von Thomas wegen seiner tollen, gelben Augen bekommen und bis seine Wunden verheilt sind, arbeiten wir an der gegenseitigen Hunde- und Katzenverträglichkeit 😉

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Amarillo ist ein einzigartiger Schmusetiger, der sich alles von uns gefallen lässt (z.B. tägliches Wunde säubern…) und dabei auch noch schnurrt… Ich hoffe, hier kann ich nach einiger Zeit ein Bild von unseren 3 Hunden mit Kater in ihrer Mitte reinsetzen 🙂

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Voilá!!!

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Anfang November 2014 rannte uns unter unser geparktes Auto ein Häufchen Elend, ca. 8 Wochen alt, welches wir dann spontan zum Tierarzt schleppten und wieder auf Vordermann brachten, mit der besten Absicht, diese kleine Hündin nach ihrer Genesung zu vermitteln…

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JAAA, natürlich hat das so nicht geklappt und unser 4. Hund ist eine Mischung aus Katze (sie klettert überallhin und -hinauf) und Krokodil (sie spielt fast ausschließlich mit ihren spitzen Milchzähnen), heißt jetzt Smilla und darf selbstverständlich bei uns bleiben!

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Inzwischen ist Smilla ca. 6 Monate alt und fast so groß wie Benson. Dank ihrer paraguayischen „Straßenkötergene“ ist sie tagsüber in der näheren Umgebung unseres Grundstückes anzutreffen, denn sie ist noch so schmal, dass sie noch durch die Gitterstäbe unseres Tores passt (was sich hoffentlich nach dem nächsten Wachstumsschub gibt).

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Auch unsere Straßenkatze „Cully“ hat sich prächtig entwickelt und nachdem am Anfang der Haussegen mit Amarillo etwas schief hing, sind die beiden jetzt ein Herz und eine Seele und streifen stundenlang über unser Grundstück. Auch sie wächst und gedeiht prächtig und auch mit den Hunden klappt es bestens und so können wir alle zusammen laufen lassen…

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Zu guter letzt nahmen wir, als wir endgültig in unser Haus zogen, den ca. 30 jährigen Wallach „Amigo“ von der Estancia Aventura mit. Er darf nun bei uns sein Rentnerdasein genießen und nun stehen 3 Pferde auf unserer Weide. Amigo ist ein absolutes Seelchen und seit er Vertrauen zu uns gefasst hat, lässt er sich alles von uns gefallen. Er war am Anfang extrem Kopfscheu und vorsichtig, aber inzwischen stößt er uns mit seinem großen Schädel an, um nach Leckereien oder Streicheleinheiten zu betteln.

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Er lässt sich auch auf kleineren Ausritten noch hervorragend reiten und obwohl er sein Leben lang nur mit Kandarre geritten wurde, ist er so feinfühlig, dass man ihn inzwischen ganz ohne Gebiss lenken kann. Nachdem er von uns etwas aufgepäppelt und trainiert worden ist, sieht er auch schon viiieeel jünger aus 😉 und mit seiner ruhigen Art bereichert er unsere kleine Herde.

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Und wie es in Paraguay so geht, kommt man schneller zu Tieren als man denkt. An einer Tankstelle in Caacupé hüpfte frühlich maunzend ein ca. 6 Wochen altes Kätzchen in Thomas´ Arme und so fuhren wir wieder einmal zu unserem Tierarzt, um die nötige Erstversorgung zu veranlassen.

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Zu Hause nach anfänglichen Fauchereien unserer beiden großen Katzen wurde die kleine „Ulla“ akzeptiert und schon nach kurzer Zeit fällt sie lustig spielend sämtliche Katzen, Hunde und unsere Waden an. Gott sei Dank sind unsere Hunde inzwischen an Katzen gewöhnt, so lässt es Naomi wedelnd über sich ergehen, wenn Ulla sich an ihrem Hals festkrallt und genüßlich in Naomi´s Ohr beißt…

Inzwischen ist auch Ulla zu einer hübschen Dame herangewachsen und da sie kaum das Haus verlässt, ihre Lieblingsbeschäftigung das Fressen ist und ihre Figur ein klitzekleines bisschen aus dem Leim ging, hat sie einen neuen Namen und inzwischen hört sie nur noch auf „Knödel“ 🙂

Ja, ja, es bleibt natürlich nicht bei dem vorhandenen Zoo…. Als unsere Nachbarin und inzwischen auch gute Freundin Pia im April 2016 wieder „zurückwanderte“, vermachte sie uns ihren schwarzen Wallach“Mimo“, ihr Herzpferd, wie sie immer sagte. Und nun stehen halt 4 Pferde auf der Weide und wir können knobeln, welches Pferd wir nun reiten möchten. Mimo ist erst ca. 8 Jahre und sehr verkehrstauglich, so ist es mit ihm absolut tranquilo, durch die Straßen zu reiten.

Und da unsere Katzen (3) bei 4 Hunden und 4 Pferden in der Unterzahl sind, setzte uns das Schicksal einen kleinen schwarzen Kater mitten auf die Straße und statt um ihn herum zu fahren, haben wir ihn natürlich eingepackt und mit nach Hause genommen. Der kleine Kerl ist ca. 5 Wochen alt und sieht furchtbar aus, aber er bekommt in den nächsten Wochen bestimmt was auf die Rippen und auch auf seinen kahlen Stellen wird wieder Fell wachsen 🙂

Er ist jetzt schon toootal verschmust und schnurrt in einer Lautstärke, die man dem kleinen Zwerg gar nicht zutraut. Wir haben ihn „Schröder“ genannt und aus dem hässlichen Entlein wird bestimmt mal ein hübscher Schwanerich.

Ein wirklich hübscher Kerl ist aus unserem Schröder geworden. Er ist ein richtiger Kater, zum Teil verschmust, aber er kann auch richtig frech und „großkotzig“ mit den Katzendamen umgehen, dann setzt er sein „Godzilla-Gesicht“ auf und ärgert jeden, der ihm in den Weg kommt 🙂

Bei so vielen Tieren bleibt es leider nicht aus, dass auch mal der Tag des Abschieds kommt und so mussten wir im Oktober 2018 unser Seelchen Amigo einschläfern lassen, aber er hatte noch einige glückliche Jahre und das ist in Paraguay nicht jedem Tier vergönnt.

Kurz darauf mussten wir uns auch noch von Mimo verabschieden, keine Sorge, es geht ihm hervorragend, allerdings hat er sich nicht mit unserem Guazu vertragen und es wurde immer schlimmer bis es der Zufall so wollte und uns Stefanie schickte, die zu ihren 3 Wallachen noch die Nummer 4 suchte und nicht weit von uns weg wohnt. Und so zog Mimo im November 2018 um und hat sich wunderbar in seine neue Herde integriert.

Und Anfang 2019 schlug das Schicksal hart zu und wir mussten uns innerhalb von 5 Wochen von unseren Seelenhunden Naomi und Benson trennen. Beide hatten Krebs und obwohl Naomi schon zwölfeinhalb war, war sie sonst noch superfit und Benson ging mit achteinhalb Jahren viel zu früh…

Im ersten Schock wollten wir keine neuen Hunde mehr, aber die Verbliebenen Smilla und Dante haben beide keine Führungsqualitäten und sind auch keine Hunde, auf die man sich im Notfall verlassen kann. Also schlug das Schicksal ein weiteres Mal zu und Thomas fand im Internet eine Deutsche aus Villarica, die gerade Welpen abzugeben hatte. Eine Mischung aus Cane Corso und Dogo Argentino und da Thomas diese Hunde schon in Deutschland gefallen haben, zog Ende April 2019 der (noch) kleine Oskar bei uns ein.

Und nur 3 Tage später bat mich eine Schweizerin hier aus dem Ytu, die sich um Strassenhunde kümmert, um den Gefallen, 6 kleine Welpen, die in einer Kiste gefunden wurden, mit der Flasche aufzuziehen, bis sie selbständig fressen und vermittelt werden können. 2 haben die ersten Tage nicht geschafft, aber 4 Welpen zogen kurzfristig bei uns im Gästezimmer ein (in das ich auch zog, um alle 2-3 Stunden die Flasche zu geben).

Die Zwerge waren so winzig, dass wir uns dachten, auf 2 weitere kommt es jetzt auch nicht mehr drauf an und so durften Emma und Tyson bleiben 😉

Die beiden anderen fanden ihr neues zu Hause bei Steffie, bei der Mimo lebt 🙂

Nun ist Oskar schon knapp neun Monate alt, 70cm groß und wiegt 40 kg und aus den kleinbleibenden Welpen sind halbjährige Rabauken geworden, die auch schon über 50cm messen… 🙂